4. März 2020

Stadt für alle

Wir müssen aufbrechen zu einer Stadt für alle.

Das heißt zunächst einmal ganz elementar, dass alle Menschen eine Wohnung haben, dass alle Menschen, die Unterstützung brauchen, diese Unterstützung auch bekommen. Beim Wohnen ist durch Zusammenarbeit der Oppositionsfraktionen schon ein großer Schritt gelungen. Die Gründung der Wohnungsgesellschaft war richtig. Aus Teilen der CDU höre ich große Unzufriedenheit mit dieser Entscheidung. Es wird darauf ankommen, die Wohnungsgesellschaft in den nächsten Jahren tatsächlich ans Fliegen zu bekommen. Dabei kommt es auf den Bürgermeister an.

Teilhabe bedeutet aber auch, dass alle Menschen aktiv am Leben in der Stadt teilnehmen können, die Grünen haben in den letzten Jahren viele Anträge gestellt, die das ermöglichen sollen – warum muss eine Stadtbibliothek Jahresgebühren nehmen, das schließt Menschen von der Nutzung aus. Wir müssen uns bei allen Veranstaltungen in der Stadt Gedanken machen, wie wir sicherstellen können, dass alle Menschen daran teilnehmen können.

Wir müssen auch auf die Menschen zugehen, die hierher gezogen sind – sei es aus den umliegenden Kreisen, sei es aus anderen Ländern. Auch diese Menschen sind Teil von Paderborn. Wir müssen stärker auf die Studierenden in Paderborn zugehen – immer, wenn von Paderboring die Rede ist, ist das ein Alarmzeichen für Paderborn.

Hieß Wirtschaftsförderung vor Jahren noch, dass man vor allem Gewerbeflächen bereitstellen muss, um Arbeitsplätze zu schaffen – müssen wir heute sehen, dass die eigentliche Herausforderung darin besteht, überhaupt noch Mitarbeiter zu finden. Damit das gelingt, muss Paderborn eine attraktive Stadt sein, in der es ein vielfältiges Angebot an Musik und Veranstaltungen gibt.

Paderborn muss attraktiv sein für viele verschiedene Menschen.

Und Stadt für alle bedeutet auch, nicht so zu tun als gäbe es hier einen Club von Honoratioren, die die Stadt in der Hand halten. Alle Menschen sollen die Möglichkeit haben, bei der Gestaltung der Stadt mitzureden. Wir müssen offen diskutieren und dann gute transparente Entscheidungen treffen. Bürgernähe ist mehr als Händeschütteln.