3. März 2020

Verkehrswende für Paderborn

Wir brauchen in Paderborn den Aufbruch zu einer echten Verkehrswende.

Etwas, das jeder Mensch in Paderborn erlebt, in seinem direkten Umfeld, ist, dass die Straßen voll stehen mit parkenden Autos und man kaum noch einen Parkplatz findet. Und gerade in den Wohngebieten gibt es keine ernsthafte Möglichkeit für die Stadt, noch mehr Parkplätze zu schaffen. Vielfach ist der Parkdruck so hoch, dass Fußgänger kaum noch die Straße queren können, weil die Ecken zugeparkt sind. Das Modell „immer mehr Autos“ stößt auch in Paderborn an seine Grenzen.

Mit der Verkehrswende für Paderborn können wir Raum für die Menschen zurückgewinnen.

Wenn wir wollen, dass Mobilität in Paderborn dauerhaft weiter funktioniert, dann müssen die Alternativen zum Auto gut nutzbar sein. Darum müssen wir müssen den ÖPNV in Paderborn ausbauen. Wir brauchen einen besseren regelmäßigen Takt und wir müssen dafür sorgen, dass die Busse auch in den Randstunden gut fahren.

Die zweite große Chance liegt im Radverkehr. Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass die große Mehrzahl der Wege in Paderborn in guter Fahrradentfernung liegen. Aber die gute Entfernung macht leider nur selten auch den guten Weg. In den letzten Jahren hat man einiges versucht, um bessere Radführungen zu schaffen – aber man ist dabei noch zu oft faule Kompromisse eingegangen. Kinder bis 10 Jahren dürfen in Deutschland auf dem Bürgersteig fahren – das heißt umgekehrt: unsere Radstrecken müssen so sicher sein, dass wir 11-jährige guten Gewissens darauf fahren lassen können.

Guter Radverkehr bedeutet aber auch, zügig fahren zu können. Wir brauchen abgetrennte Radschnellwege, wie sie andere Städte schon errichtet haben, auch in Paderborn. Zuerst für die wichtigen Wegeverbindungen, die viele Menschen nutzen. Baulich abgetrennt, glatt und ohne unnötige Unterbrechungen. Das wird nicht sofort in einem Schritt gehen. Aber wenn wir uns nicht endlich sehr konkret auf den Weg machen, dann wird das nie etwas